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Google Unternehmensprofil einrichten — Schritt für Schritt

Das Google Unternehmensprofil (früher „Google My Business") ist der stärkste kostenlose Hebel für lokale Sichtbarkeit — und bei vielen Betrieben halb leer oder gar nicht da. Diese Anleitung zeigt, wie du es anlegst, verifizierst und so optimierst, dass du in Maps und der lokalen Suche vorne stehst.

26. April 2026·9 Min. Lesezeit·Zuletzt aktualisiert: April 2026
Das Wichtigste in Kürze
  • • Das Profil ist kostenlos und der mit Abstand stärkste Einzelhebel, um im Google „Local Pack" und in Maps zu erscheinen.
  • • 4 Schritte: anlegen → verifizieren → vollständig ausfüllen → laufend pflegen. Reine Einrichtung: ca. 30 Minuten.
  • • Die Verifizierung (meist per Postkarte, teils Video/Telefon) dauert oft einige Tage — früh starten.
  • • Ein vollständiges, aktiv gepflegtes Profil schlägt fast jedes halbherzige der Konkurrenz. Pflege ist wichtiger als einmal anlegen.

Warum das Unternehmensprofil über lokale Kunden entscheidet

Wenn jemand „Betrieb in der Nähe" sucht, zeigt Google ganz oben eine Karte mit drei Einträgen — das „Local Pack". Diese Plätze bekommen den Großteil der Klicks und Anrufe, oft noch vor dem ersten klassischen Suchergebnis. Wer dort steht, gewinnt; wer fehlt, ist für die meisten praktisch unsichtbar. Den Eintritt in dieses Local Pack steuerst du fast vollständig über dein Google Unternehmensprofil.

Das Profil ist damit der wirksamste kostenlose Marketingkanal für jeden Betrieb mit Einzugsgebiet. Wie es ins große Bild der lokalen Auffindbarkeit passt, erklärt der Leitfaden Lokale SEO: So wirst du vor Ort gefunden.

Vorbereitung: Das solltest du bereitlegen

5 Minuten Vorbereitung sparen später Nacharbeit. Leg dir zurecht:

Google-Konto (am besten ein dediziertes Firmen-Konto, nicht privat)

Exakter Firmenname (genau wie auf Schild/Impressum) + Adresse + Telefonnummer

Haupt-Leistung/Branche (für die richtige Kategorie)

Öffnungszeiten und Einzugsgebiet/Servicegebiet

Logo + einige echte Fotos (außen, innen, Team, Arbeiten)

Website-Adresse (idealerweise eigene Domain)

Eine Schreibweise festlegen
Wie du Name, Adresse und Telefon hier schreibst, musst du überall im Netz exakt gleich verwenden (Website, Verzeichnisse, Social Media). Diese NAP-Konsistenz ist ein eigener Rankingfaktor — leg die verbindliche Schreibweise jetzt fest.

Die 4 Schritte

1
ca. 10 Min.

Profil anlegen

Geh auf die Google-Unternehmensprofil-Verwaltung und melde dich mit deinem Firmen-Google-Konto an. Suche zuerst, ob dein Betrieb schon existiert (Google legt manchmal automatisch unbestätigte Einträge an) — wenn ja, „beanspruchen" statt neu anlegen, um Dubletten zu vermeiden.

Gib dann Firmenname, Kategorie, Standort bzw. Servicegebiet, Kontaktdaten und Website ein. Wähle die spezifischste passende Hauptkategorie — sie ist einer der stärksten Relevanzfaktoren. Lieber „Dachdeckerei" als allgemein „Bauunternehmen".

2
ca. 5 Min. + Wartezeit

Verifizieren

Google muss bestätigen, dass der Betrieb wirklich dir gehört. Üblich ist eine Postkarte mit Code an die Geschäftsadresse (einige Tage Laufzeit); je nach Fall auch Telefon, E-Mail oder Video. Den Code gibst du anschließend im Profil ein.

Wichtig: Ändere bis zur Verifizierung möglichst keine Kerndaten (Name, Adresse) — das kann den Prozess verzögern. Erst Code eingeben, dann optimieren.

3
ca. 15–20 Min.

Vollständig ausfüllen

Jetzt zählt Vollständigkeit. Google bevorzugt Profile, bei denen alles ausgefüllt ist: Beschreibung, alle Leistungen einzeln, Öffnungszeiten inkl. Feiertage, Attribute, Fotos. Halbe Profile ranken schlechter — egal wie gut der Betrieb ist.

Schreib die Unternehmensbeschreibung in normaler Sprache mit Leistung und Ort („Meisterbetrieb für … in …"), keine Stichwort-Wüste. Lade echte Fotos hoch — keine Stockbilder. Die vollständige Optimierungsliste steht weiter unten.

4
laufend, ~10 Min./Woche

Laufend pflegen

Das Profil ist kein „einmal anlegen", sondern ein lebendiger Kanal. Aktivität ist ein eigenes Signal: regelmäßig Beiträge posten (Aktionen, Neuigkeiten), Bewertungen beantworten, neue Fotos ergänzen, Daten bei Änderungen sofort aktualisieren.

10 Minuten pro Woche reichen — sie schlagen jedes statische Profil der Konkurrenz, das seit zwei Jahren niemand angefasst hat.

Bewertungen aktiv einsammeln
Bitte zufriedene Kunden direkt nach der Leistung um eine Google-Bewertung (am einfachsten per Link/QR-Code) und antworte auf jede — auch kritische, sachlich und lösungsorientiert. Bewertungen sind Ranking- und Vertrauensfaktor zugleich. Niemals Bewertungen kaufen oder fälschen — das verstößt gegen Richtlinien und Recht.

Optimierungs-Checkliste

Hak diese Punkte ab — ein Profil, das alle erfüllt, schlägt fast jeden lokalen Wettbewerber:

1

Richtige Hauptkategorie wählen (so spezifisch wie möglich) + sinnvolle Zusatzkategorien

2

Alle Leistungen/Produkte einzeln eintragen, mit kurzer Beschreibung

3

Vollständige Unternehmensbeschreibung mit Leistung + Ort, in normaler Sprache

4

Echte Fotos: außen, innen, Team, Arbeiten/Produkte — regelmäßig ergänzen

5

Öffnungszeiten exakt pflegen, inkl. Feiertage und Sonderzeiten

6

Attribute setzen (z. B. barrierefrei, WLAN, Termin nötig)

7

Regelmäßig Beiträge posten (Aktionen, Neuigkeiten, Hinweise)

8

Die Frage-&-Antwort-Sektion selbst mit den wichtigsten Fragen befüllen

9

Auf jede Bewertung antworten — freundlich, persönlich, zeitnah

10

Website-Link hinterlegen (am besten eigene Domain, nicht Subdomain)

Profil & Website gehören zusammen
Google gleicht dein Profil mit deiner Website ab — Daten müssen identisch sein, und viele Kunden klicken vom Profil weiter zur Seite. Eine schnelle, mobiloptimierte Website mit Ortsbezug verstärkt das Profil deutlich. Wie du eine eigene Domain dafür einrichtest, steht in der Anleitung Eigene Domain verbinden.
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Häufige Fehler

Profil angelegt, aber halb leer

Der häufigste Fehler. Ohne Beschreibung, Leistungen, Fotos und gepflegte Öffnungszeiten verschenkst du den größten Teil der Wirkung.

Falsche oder zu allgemeine Kategorie

Die Hauptkategorie ist ein starker Relevanzfaktor. „Restaurant" statt „Italienisches Restaurant" kostet sichtbar Reichweite.

Keyword-Stuffing im Firmennamen

Den Namen mit Ort und Leistungen vollzustopfen verstößt gegen Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Exakt der echte Name gehört rein.

Bewertungen ignorieren

Nicht um Bewertungen bitten und nicht antworten verschenkt Ranking und Vertrauen gleichermaßen.

Daten nach Änderung nicht nachpflegen

Neue Nummer, Umzug, andere Öffnungszeiten — wenn das Profil veraltet ist, schadet es mehr als es nützt.

Komplett abgeben?
Profil-Einrichtung und -Pflege ist Fleißarbeit, die sich lohnt. Wer das zusammen mit Website und laufender Sichtbarkeit auslagern will, ist bei einer spezialisierten Agentur wie DW-Web richtig. Die Grundeinrichtung selbst zu machen ist aber gut investierte Zeit — du behältst die Kontrolle über deinen wichtigsten lokalen Kanal.

Häufige Fragen

Heißt das jetzt Google My Business oder Unternehmensprofil?
Es ist dasselbe. „Google My Business" war der frühere Name, heute heißt es „Google Unternehmensprofil". Die Verwaltung läuft inzwischen direkt über die Google-Suche und Maps, nicht mehr über eine separate App.
Wie lange dauert die Verifizierung?
Bei Postkarten-Verifizierung meist einige Tage bis gut eine Woche. Telefon, E-Mail oder Video gehen schneller, sind aber nicht für jeden Betrieb verfügbar. Plane Puffer ein und beantrage früh.
Brauche ich ein Ladengeschäft?
Nein. Dienstleister ohne Kundenverkehr (z. B. mobile Handwerker) richten ein Servicegebiet ein und können die genaue Adresse ausblenden. Du erscheinst dann für deine Region statt für eine Schaufensteradresse.
Was kostet das Profil?
Nichts. Anlegen, Verifizieren, Pflegen und Beiträge sind komplett kostenlos. Es ist damit eines der wirtschaftlichsten Marketinginstrumente überhaupt für lokale Betriebe.
Reicht das Profil ohne Website?
Es ist der stärkste Einzelhebel, aber ohne Website fehlt das Fundament: Google gleicht beides ab, viele Kunden klicken weiter, und nur auf der Website kannst du Leistungen und Vertrauen vollständig zeigen. Beides zusammen wirkt deutlich stärker.
Wie oft sollte ich das Profil pflegen?
Bewertungen zeitnah beantworten, etwa wöchentlich einen Beitrag posten, Fotos regelmäßig ergänzen und Daten bei jeder Änderung sofort aktualisieren. Rund 10 Minuten pro Woche genügen für einen klaren Vorsprung.

Fazit

Das Google Unternehmensprofil ist der größte kostenlose Sichtbarkeits-Hebel für jeden Betrieb mit Einzugsgebiet — und genau deshalb so wertvoll, weil so viele es vernachlässigen. Leg es sauber an, verifiziere früh, fülle es komplett aus und investiere ein paar Minuten pro Woche in Pflege und Bewertungen. Zusammen mit einer schnellen, mobiloptimierten Website mit Ortsbezug bist du damit dort sichtbar, wo deine Kunden tatsächlich entscheiden.

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